Energiewechsel

Kreis Steinburg: Ausweitung der Geflügelpest im Putenbetrieb im Kreis Steinburg – Tötung von 15.300 Puten wird eingeleitet

Pressemeldung vom 26. Januar 2017, 16:45 Uhr

In einem Putenbetrieb im Kreis Steinburg hat sich die Geflügelpest ausgeweitet. Das nationale Referenzlabor für aviäre Influenza, das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), wies in der Nacht zum Donnerstag auch in einem weiteren Teil des Betriebs den hochpathogenen Erreger des Subtyps H5N5 nach. Der Geflügelpest-Verordnung entsprechend wird die Tötung der verbleibenden rund 15 300 Tiere des Betriebs heute eingeleitet.

Die beiden Haltungen in Grevenkop und Elskop wurden am frühen Morgen abgesperrt. Zum Schutz vor der Verschleppung der Tierseuche ist es fremden Personen untersagt, das Gelände zu betreten. Der Kreis Steinburg erweiterte den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet im Umkreis um den Betrieb. Zudem löste er Katastrophenalarm aus, um zusätzliches Personal bei Polizei und Feuerwehr und weiteren Hilfskräften kurzfristig heranziehen zu können.

In dem Betrieb war am Wochenende die Geflügelpest ausgebrochen. Zunächst waren rund 18 400 Tiere in zwei Haltungen betroffen. Ein Teil von ihnen verendete in Folge des Virus, die anderen mussten getötet werden. Um die Tierseuche bekämpfen und die Ausbreitung des Erregers unterbinden zu können, schreibt die Geflügelpest-Verordnung die Tötung der Tiere vor. Die neu betroffenen Haltungen liegen räumlich von den ersten beiden entfernt.

Bei dem Virus handelt es sich um den Subtyp H5N5, der bis zum Auftreten in der Geflügelhaltung in Steinburg noch in keiner europäischen Tierhaltung aufgetreten ist. Er ist wie der bislang für die Ausbrüche verantwortliche Erreger H5N8 hoch aggressiv. Allein in der ersten Putenhaltung starben von den 3400 Tieren binnen 48 Stunden mehr als die Hälfte an der Krankheit, alle anderen wiesen Krankheitssymptome auf.

Zur Klärung der Ursache hat das FLI auf Bitten des Landes ein Experten-Team zur epidemiologischen Untersuchung geschickt. Dabei werden alle möglichen Eintrags- und Verbreitungswege – unter anderem Einstreu, Futter, Handels- und Transportwege sowie Betriebsmanagement oder mögliche Einträge durch Wildvögel – untersucht.

Quelle: Kreis Steinburg

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