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Lauenburg: Traumatisierte Flüchtlinge besser versorgen

Pressemeldung vom 9. Februar 2017, 14:45 Uhr

Die Integrationsstelle des Kreises in Ratzeburg lädt zur Gründungsveranstaltung für ein „Regionales Netzwerk zur Versorgung traumatisierter Flüchtlinge“ im Kreis Herzogtum Lauenburg ein. Termin ist Mittwoch, 22. Februar 2017, von 14:15 bis 18:00 Uhr in der Jugendherberge Ratzeburg, Reeperbahn 6-14.

Ziel des Netzwerkes soll es sein, für alle in der Flüchtlingsarbeit tätigen Menschen eine Anlaufstelle für Informationen, Beratung und Hilfe zu bieten. Angesprochen sind also sowohl privat oder ehrenamtlich engagierte Helfer, die Aktiven der sozialen Organisationen wie Diakonie, AWO und so weiter, als auch die hauptamtlich Beschäftigten in Verwaltungen. Bei regelmäßigen Netzwerktreffen soll der persönliche Austausch der Netzwerkteilnehmer untereinander gefördert werden. Es besteht der Wunsch, durch eine gezielte Zusammenarbeit die gegenseitige Unterstützung in konkreten Fällen sicherzustellen. So könnten beispielsweise Schulsozialarbeiter mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises oder anderen Netzwerkpartnern kooperieren.

Außerdem sollen für das Netzwerk sowie für die allgemeine Regelversorgung der Bevölkerung weiter Therapeuten gewonnen werden. Das Netzwerk möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Regelversorgung im Kreis durch niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten oder solche an psychiatrischen Kliniken verbessert wird. Dazu könnten auch weitere Drittmittel eingeworben werde. (z.B. bei der „Aktion Mensch“/“Glücksspirale“ u.a.). Die Initiative verfolgt hier einen vorbeugenden Ansatz. So wollen die Netzwerkteilnehmer die Gesundheits- und Sozialverwaltungen entlasten, indem sie durch ein frühes Tätigwerden das Entstehen von teuren, neuen Fällen verhindern.

Andreas Bockholt von der Integrationsstelle des Kreises in Ratzeburg betont: „Es können sich generell alle in der Flüchtlingsarbeit engagierten Menschen bei uns Rat und Hilfe holen, das heißt, auch Privatpersonen, die in ihrem Lebens- und Wohnumfeld den zu uns Gereisten helfen. Zudem steht allen Interessierten die Teilnahme am Netzwerk offen.“

Quelle: SPD-Kreistagsfraktion

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