Energiewechsel

Dithmarschen: Museums-Barbies – Für Barbie ist immer Sonntag

Pressemeldung vom 3. Juli 2012, 15:36 Uhr

Geträumte Mädchenträume im Dithmarscher Landesmuseum / Barbie satt

MELDORF (pid). Es gibt eine Astronaut-Barbie, eine Bundeskanzlerin-Barbie und Museums-Barbies gibt es auch. Zumindest im Dithmarscher Landesmuseum, Bütjestraße 2-4, 25704 Meldorf. Für Professor Nis R. Nissen, Direktor des Landesmuseums von 1964 – 1990, gehörte die Kinderwelt unbedingt mit zur Dokumentation der Dithmarscher Geschichte der Wohnkultur. Und so füllten nach Puppen, Puppenstuben, Puppenküchen und Puppenhäusern auch Einzelpuppen die Vitrinen. Für Nis Nissen endet mit Barbie in den Kinderzimmern die Zeit, in denen die Puppenmamis arbeiten mussten.

Auf die Frage, warum im Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf eine Barbiepuppe stehe, schreibt der ehemalige Museumsdirektor 1985: „Barbie braucht nicht mehr zu arbeiten. Barbie hat nur viele schöne Kleider, hat viel Freizeit, hat ein Fahrrad, ein Pferd, einen Freund, ein Campingauto. Barbie hat alles.“ Auf den Punkt gebracht: „Für Barbie ist immer Sonntag.“ Sie werde aber auch schnell, schlussfolgerte der Museumsmann, auf den Müll geworfen oder im Museum abgegeben.

In der aktuellen Ausstellung des Dithmarscher Landesmuseums „Museum im Wandel – 140 Jahre Dithmarscher Landesmuseum“ dokumentiert die reich bestückte Barbie-Vitrine eine neue Ära. Mit Barbie, dessen deutsches Vorbild, die schwarzhaarige Werbepuppe „Bild-Lilli“, am 24. Juni 2012 ihr 60. Wiegenfest feiern konnte, hält das Wirtschaftswunder Einzug. Dessen Glückskinder brauchten nicht mehr an so profane Dinge denken wie Haushalt machen oder Kinder trocken legen oder Geld verdienen im Laden.

Wenn auch der Spielwert der ersten Plastikpuppen allem Anschein nach nur beschränkt war, ihr Einfluss auf die Mode war und ist es nicht. Und wer heute die entsorgten Museums-Püppchen in einschlägigen Katalogen entdeckt, wird erstaunt sein über ihren monetären Wert. Auf Auktionen erzielen sie Spitzenpreise. Wohl dem, der alte Barbies hat.

Diese Ausstellung ist über die gesamte Saison bis Ende November zu sehen.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Dithmarschen

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis