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Dithmarschen: Sozialraumorientierung – „Dithmarschen ist übercool“

Pressemeldung vom 31. Mai 2012, 12:40 Uhr

English spoken / Social Pedagogy in Action / Britische Sozialarbeiter zu Gast beim Dithmarscher Jugendamt

HEIDE (pid). Sie sprechen über ein Konzept, das es in Großbritannien so nicht gibt. 14 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter aus England und Schottland bilden sich derzeit im Kreis Dithmarschen eine persönliche Meinung, wie Sozialpädagogik in der Praxis vor Ort abläuft. Landrat Dr. Jörn Klimant, Gastgeber der Besuchergruppe: „Unser großes Thema ist die Sozialraumorientierung. Jugendhilfe in Großbritannien heißt zunächst einmal viel Papierarbeit. Jugendhilfe in Dithmarschen heißt zunehmend, in der Region und Teil der Region zu sein, stets im direkten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern.“

Und so verwundert es nicht, dass die Besucher von der Insel vom pragmatischen lösungsorientierten Ansatz und von der Flexibilität ihrer Dithmarscher Kolleginnen und Kollegen begeistert sind. Sozialpädagogin Melanie Benthe (35) vom Regionalzentrum Süd, Brunsbüttel: „Unsere bürgernahe Dienstleistung beeindruckt sie.“ Aus ihrer praktischen Zeit in Bournemouth weiß die Wahl-Dithmarscherin, dass die Britischen Sozialarbeiter zwar in den Regionen saßen, aber kein Teil der Regionen waren. Frau Benthe: „Da gab es zum Beispiel keinen freien Zugang zu den Zentren für die Bürger und kein Zusammenspiel von Allgemeinem Sozialdienst, Pflegekinderdienst und Jugendgerichtshilfe unter einem Dach wie in Brunsbüttel, Meldorf und Heide.“

Durch den multidisziplinären Austausch, etwa mit Schulen, Ärzten und JobCenter liefert der sozialraumorientierte Ansatz bei der Jugendhilfe im Kreis Dithmarschen ein gemeinsames Bild des Klienten. Hier weiß jede Hand, was die andere tut. Nur gemeinsam lässt sich ein Problem optimal lösen. Spitzer: „Die Sozialarbeiter wollen bei diesem Arbeitstreffen in der Metropolregion Hamburg ihre grundlegenden fachlichen sozialpädagogischen Standards erweitern.“

„Bei der Sozialpädagogik in England“, so der Landrat, „leisten wir so gesehen ein kleines Stück Pionierarbeit.“ Es ist der zweite „Field trip“ der Fachkolleginnen und -kollegen nach Dithmarschen. Sein Fazit: „Der Kreis Dithmarschen wird mit seinen guten Standards der Jugendhilfe aus einem anderen Teil Europas betrachtet. Es ist überdies eine schöne Erfahrung für die Kolleginnen und Kollegen, ein durchweg gutes Feedback für die anspruchsvolle Arbeit des hiesigen Jugendamtes auch und gerade aus dem Ausland zu erhalten.“

Die Gäste haben das Gefühl, überall willkommen zu sein, freut sich Organisator Ingolf Block: „Dithmarschen ist übercool.“

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Dithmarschen

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