Energiewechsel

Geesthacht: Ausgleichsmaßnahmen zur Hochwasserschutzanlage am oberen und unteren Schleusenkanal

Pressemeldung vom 6. Juli 2012, 12:47 Uhr

Für den Bau der neuen Hochwasserschutzanlage am Schleusenkanal wurden im Stadtgebiet mehrere Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt, um den Verlust der wertvollen Gehölz-, Gehölzsaum- und Magerwiesen-Lebensräume des alten Schleusendamms auszugleichen. Eine der bedeutendsten und interessantesten Ausgleichsmaßnahmen wurde auf der östlichen Schleuseninsel umgesetzt. Ziel für den ehemaligen Spargelacker ist die Entwicklung einer mageren, artenreichen Grünlandfläche, in der Tier- und Pflanzenarten des alten Schleusendamms eine neue Heimat finden können. Dazu wurde auf einem Teilbereich Mähgut vom jetzt umgestalteten Schleusendamm ausgebracht, um den besonderen Artenreichtum des alten Schleusendamms auf die neue Fläche zu übertragen. Der größte Teil des sandigen Ackers wird über regelmäßiges Mähen in Richtung Grünland entwickelt. Eine kleine Teilfläche wurde oberflächlich abgeschoben, um besonders magere Standortverhältnisse zu schaffen. Der abgeschobene Boden konnte zu einem künstlichen „Damm“ aufgeschüttet werden, an dessen Böschung Soden mit besonders seltenen Arten des alten Schleusendamms eingesetzt wurden. Die Anleitung der Pflegemaßnahmen und die Erfolgskontrolle (Monitoring) wird durch die Biologin Frau Dr. Schumann vom Landschaftsplanungsbüro Trüper Gondesen u. Partner ausgeführt. Frau Dr. Schumann begutachtet am Montag den 16.07.2012 den Anwachserfolg der umgesetzten Arten, u.a. seltene Arten wie Frühe Segge, Gewimpertes Kreuzlabkraut, Weinbergs-Lauch und Sand-Vergissmeinnicht und gibt den Gärtnern der Firma Sievers spezielle Pflegeanweisungen.
Das auffallend bunte und vielfältige Bild der Fläche kennzeichnet den Artenreichtum, der sich derzeitig durch die unterschiedlichen Standortverhältnisse und die Übergangssituation vom Acker zum Grünland eingestellt hat. So finden sich hier neben Grünlandarten auch noch zahlreichen Ackerwildkrautarten und Hochstaudenarten. Der umgebende, gegen Wildverbiss eingezäunte Gehölzstreifen soll sich zu einem Vogelschutzgehölz insbesondere für die Nachtigall entwickeln.

Quelle: Stadt Geesthacht

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