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Herzogtum Lauenburg: Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011 im Kreis Herzogtum Lauenburg

Pressemeldung vom 8. September 2011, 15:53 Uhr

„Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“ lautet das Motto für den Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011. Erstmalig widmet sich der bundesweite Tag des offenen Denkmals auf vielfachen Wunsch einer Zeitepoche.
Gezeigt werden sollen die stilistische Vielseitigkeit, der rasante technische Fortschritt und der sich in der Architektur widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel dieser Epoche. Von der Romantik und ihrer am Mittelalter und Klassizismus orientierten Formensprache bis zum Beginn der Architektur der Moderne. Auch technische und industrielle Denkmale sowie die Anfänge der Archäologie im 19. Jahrhundert können Thema sein. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Veranstaltung mit.

Selbstverständlich sind auch alle dazu eingeladen teilzunehmen, deren Denkmale keinen direkten Bezug zum vorgeschlagenen Motto haben, erläutert Susanna Helmert von der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Und so erwartet Kultur- und Geschichtsbegeisterte in diesem Jahr ein Veranstaltungsprogramm im Kreis Herzogtum Lauenburg, dessen Spannbreite von der Archäologie der Bronzezeit bis in das 20. Jahrhundert reicht. Bronzezeitliche Grabhügel bis hin zu Relikten der Franzosenzeit aus dem 19. Jahrhundert snd das Thema einer Fahradtour rund um die Gemeinde Ziethen, zu der Susanna Helmert zusammen mit den ehrenamtlichen archäologischen Vertrauensleuten Ernst-Günter Burmester und Helmut Knust einlädt. Treffpunkt ist der Pfarrhof in Ziethen um 11.00 Uhr (bei schlechtem Wetter statt Fahrrad alternativ Fahrgemeinschaften). Führungen zur mittelalterlichen Burg in Linau bietet der aktuell unter Schirmherrschaft von Klaus Schlie gegründete Förderverein „Interessengemeinschaft Kulturdenkmal Burg Linau“, der sich den Erhalt des Turmhügelfundamentes zum Ziel gesetzt hat. Mit Bezug zum diesjährigen Motto hält Dr. Andreas von Seggern um 11.00 Uhr in der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh den Vortrag „Ein Bahnhof und seine Geschichte. Das Empfangsgebäude der Hamburg-Berliner Bahn in Friedrichsruh“.

Im Wentorfer Villenviertel mit repräsentativen Bauten und Gärten , die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sind, lädt die Historikerin Hildegard Ballerstadt zu einer Führung ein. Der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht e.V. präsentiert als Industriedenkmal der Krümmeler Dynamitfabrik den Wasserturm bei Krümmel und lädt passend zum Motto zu historischen Spaziergängen ein. In Dargow am Schaalsee kann die sanierte Segelfliegerhalle, ein Relikt des nationalsozialistischen Wehrsports, besichtigt werden. Um 11.00 Uhr wird eine fachkundige Führung unter Leitung des Architekten angeboten. Auch in der Elbstraße in Lauenburg ist wieder eine rege Beteiligung von Denkmaleigentümern zu verzeichnen, die ihre Privathäuser öffnen. Denkmäler der historischen Stecknitzfahrt werden in Lauenburg, Witzeeze und Berkenthin präsentiert. Der Stadtarchivar Christian Lopau bietet einen Rundgang zur Geschichte Möllns als Kurort an. Zu besichtigen ist weiterhin der Wasserturm, im Kurpark und in der St. Nicolai Kirche finden Führungen statt. Ab 17 Uhr veranstaltet die Initiative „Bürger für Mölln“ rund um die Kirche ein „Weißes Dinner“. Geöffnet sind weiterhin die Kirchen in Basthorst, Gudow und Siebenbäumen sowie die Kapelle in Klein-Grönau.

Das vollständige Programm ist auf der Internetseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter www.tag-des-offenen-denkmals.de veröffentlicht.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 49 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.

Susanna Helmert, untere Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg, wünscht auch in diesem Jahr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Tag des offenen Denkmals viel Erfolg und regen Zuspruch und hofft, dass die Idee des Denkmalschutzes neue Freunde und Förderer gewinnt.

Quelle: Kreis Herzogtum Lauenburg

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