Energiewechsel

Kreis Pinneberg: Asphaltfunde in Seeth – Ekholt; Gemeinde wird Abfall unverzüglich fachgerecht entsorgen, Sicherungsmaßnahmen einleiten und weitere Untersuchungen veranlassen

Pressemeldung vom 10. August 2015, 08:52 Uhr

Großes Behördentreffen mit zahlreichen Teilnehmern in Seeth-Ekholt am Donnerstag, den 6.8.2015.
Vertreter des Kreises Pinneberg, der Gemeinde Seeth-Ekholt, des Amtes Elmshorn-Land, von zwei Ingenieurbüros und des Umweltschutz-Trupps der Polizei trafen sich am frühen Donnerstagnachmittag zu einem Ortstermin am Regenrückhaltebecken im B-Plan 5 der Gemeinde Seeth-Ekholt. Anlass war der neuerliche Fund von verdächtigen Asphaltbrocken in jüngster Vergangenheit.

Zunächst erfolgte eine Begehung der Fläche sowie deren Randbereiche. Auf der Bodenoberfläche des Regenrückhaltraumes wurden nur sehr vereinzelt kleinere Asphaltbrocken gefunden. Anders dagegen verhielt es sich in den Randbereichen. An den Böschungskanten und im angrenzenden Waldstück waren eindeutig Asphaltbrocken zu finden. Diese sind wahrscheinlich z. T. durch Erosion aus der Böschungskante des Regenrückhaltebeckens ausgespült worden, aber wohl auch in den letzten Jahren bei der Räumung des angrenzenden Grabens mit dem Aushubmaterial an der Böschungskante abgelagert worden. Ohne Zweifel sind diese Brocken aber Abfall und müssen fachgerecht entsorgt werden.
Dass sich unterhalb der Bodenoberfläche des Regenrückhaltebeckens Verunreinigungen durch Asphalt befinden, war bereits länger bekannt. Bisher waren Kreis und Gemeinde jedoch davon ausgegangen, dass diese -innerhalb von bindigen Bodenschichten- nicht ins Freie gelangen konnten, sondern vielmehr „unerwünscht, aber sicher verpackt“ keine Gefährdung für Mensch und Umwelt bedeuten.

Angesichts der nun zutage tretenden Asphaltbrocken waren sich Kreis, Gutachter und Gemeinde jedoch schnell einig, dass hier gehandelt werden muss.

In einem ersten Schritt wird nun die Gemeinde Seeth-Ekholt dafür sorgen, dass der Asphalt unverzüglich eingesammelt und fachgerecht entsorgt wird. Dazu Bürgermeister Michael Rosenthal: „Die Gemeinde hat immer erklärt, dass Sie gewillt ist, hier was Vernünftiges zu tun. Und natürlich werden wir der Empfehlung des Kreises folgen und sofort die Beseitigung der Abfälle veranlassen“.

Um jedoch einen Wiederholungsfall ausschließen zu können, rieten die Gutachter und auch die Experten des Kreises zusätzlich zu einer Abdeckung der Böschung mit bindigem Bodenmaterial nach der laufenden Vegetationsperiode. Diesem Ratschlag wird die Gemeinde folgen und dies so früh wie möglich – in enger Abstimmung mit dem Kreis – veranlassen.

„Damit jedoch nicht genug“, wie Michael Rosenthal weiter erklärt: „Wir haben ja bereits in der Vergangenheit feststellen lassen, ob und in welcher Tiefe sich hier Asphaltbrocken im Boden befinden. Es gibt hier aber weiteren Aufklärungsbedarf und ich möchte jetzt ganz genau wissen, was wir hier auf dieser Fläche haben. Die Gemeinde wird daher an drei Stellen, die von der Umweltpolizei in Zusammenarbeit mit dem Kreis festgelegt werden, erneut einige sog. Schurfgruben herstellen. Ein Gutachter wird dann eine Bewertung der einzelnen Bodenschichten abgeben. Und alles auch möglichst zeitnah, ich möchte dies gern im August erledigt haben“.

Kreissprecher Oliver Carstens: „Ich freue mich, dass die Gemeinde sich hier kooperativ verhält und den Empfehlungen unserer Experten folgt. Und dass nun auch relativ kurzfristig erste Maßnahmen umgesetzt werden.“

Quelle: Kreis Pinneberg

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