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Kreis Segeberg: Schlampige Schwarzarbeit mit Teer – Vorsicht bei britischen/irischen Teerkolonnen

Pressemeldung vom 17. Juli 2012, 13:07 Uhr

Nach Mitteilung des Kreises Segeberg sind gegenwärtig wieder die sogenannten Tinker (britische/irische Wanderarbeiter) im Bereich des Kreises Segeberg auf Auftragssuche. Das Kreisordnungsamt warnt vor diesen Teerkolonnen, die in diesen Tagen wieder vermehrt Landwirte, Gewerbetreibende und Hausbesitzer im Kreisgebiet ansprechen.
Sie tingeln von Haus zu Haus, geben beispielsweise vor, von einer anderen Baustelle noch etwas Asphalt übrig zu haben und aus diesem Grund die Teerarbeiten günstig anbieten zu können. Die Aushärtung des noch warmen Materials drohe und eine Entsorgung sei teuer. Deshalb könnten die Grundstückseigentümer diesen Asphalt zu einem Spottpreis auf ihrer noch unbefestigten Hoffläche oder Grundstückseinfahrt eingebaut bekommen. Es gibt aber tatsächlich weder eine andere Baustelle noch ‚günstige‘ Asphaltarbeiten.
Obwohl manchmal gar anhand von Fotoalben angebliche Referenzobjekte gezeigt werden, um die Kunden zur Auftragsvergabe zu bewegen, entpuppt sich ein Angebot, was sich zunächst wie ein Schnäppchen anhört, bereits bei einem Preis-Leistungs-Vergleich mit denen heimischer Betriebe als Irrtum, selbst wenn als besondere Zugabe die Bezahlung ohne Rechnung und ohne Mehrwertsteuer angeboten wird.
Die von den Kolonnen verwendeten Briefköpfe und Unterlagen wirken zwar professionell, enthalten häufig aber nur fingierte Firmen. Spätere Überprüfungen ergaben in der Vergangenheit nicht selten, dass es sich um Scheinfirmen handelt.
Spätestens, wenn nach einem oder zwei Jahren der minderwertige Asphalt bröckelt und den Eigentümer aus den schadhaften Stellen frisch sprießende Gänseblümchen oder Löwenzahn begrüßen, wird er feststellen, dass die Arbeiten zwar billig, aber wegen der mangelnden Qualität doch zu teuer waren. Regressansprüche sind nicht durchsetzbar.

Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass es sich bei dieser Art von Geschäften um Schwarzarbeit handelt, bei der neben der Steuerhinterziehung auch handwerksrechtliche und gewerberechtliche Vorschriften verletzt werden. Der Auftraggeber solcher Arbeiten macht sich selbst der Beihilfe zu einer Straftat schuldig. Das Gesetz sieht hierfür erhebliche Strafen bzw. Geldbußen bis in fünfstelliger Höhe vor.
Wer von Mitarbeitern dieser Teerkolonnen angesprochen wird, sollte sich umgehend mit dem Kreis Segeberg unter der Telefonnummer 04551 – 951-298 oder der nächsten Polizei-Dienststelle in Verbindung setzen.

Quelle: Kreis Segeberg

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