Energiewechsel

Kreis Steinburg: Wirtschaftsausschüsse fordern Finanzmittel für 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel

Pressemeldung vom 23. September 2011, 11:13 Uhr

Einstimmig haben die Mitglieder des Steinburger Ausschusses für Wirtschaft und des Wirtschafts- und Planungsausschusses des Kreises Dithmarschen in ihrer gemeinsamen Sitzung am 12. September beschlossen, ihren jeweiligen Kreistagen eine Resolution zuzuleiten: Der Landtag des Landes Schleswig-Holstein und die schleswig-holsteinische Landesregierung sollen gebeten werden, die Forderung nach einer sofortigen Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel für den Neubau der fünften Schleusenkammer der Brunsbüttler Schleusenanlage gegenüber der Bundesregierung zu unterstützen.

Mit einer Besichtigung der Schleusenanlage in Brunsbüttel hatte die Sitzung begonnen. Das Thema „Erweiterung der Schleusenanlage“ stand ganz oben auf der Tagesordnung. Für Brunsbüttel und Kiel mit ihren Schleusenanlagen, für alle Gemeinden und Kreise entlang des Kanals und für ganz Schleswig-Holstein hat der Nord-Ostseekanal eine herausragende Bedeutung. Landrat Dr. Jens Kullik: „Der Bau einer fünften Schleuse in Brunsbüttel ist nicht nur für die notwendige Erhöhung der Kapazität der Schleusenanlage in Brunsbüttel erforderlich, er ist auch Grundvoraussetzung dafür, dass die vorhandenen alten Kammern grundsaniert werden können.“ Für die dringend notwendige Grundsanierung der maroden großen Schleusenkammern müsse jeweils eine große Schleuse für zwei bis drei Jahre außer Betrieb genommen werden, die dann also für die Berufsschifffahrt nicht zur Verfügung stünde. Die absolut nicht akzeptable Folge wäre, dass der NOK für die nationale und internationale Schifffahrt bedeutungslos würde, unterstrich Kullik.

Schon im März 2007 hatte sich das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für den Neubau einer fünften Schleusenkammer entschieden. Vorbereitende Arbeiten mit Kosten in Millionenhöhe wurden bereits durchgeführt, mit dem eigentlichen Schleusenneubau konnte jedoch nicht begonnen werden, weil die erforderlichen Haushaltsmittel im Bundeshaushalt nicht bereit gestellt wurden.
Die Steinburger und Dithmarscher Wirtschaftsausschüsse appellieren, die notwendigen Bundesmittel für das Jahr 2012 zur Verfügung zu stellen und den Beschluss von 2007 ohne weitere Verzögerung umzusetzen. „Sollte sich der Baubeginn weiter verzögern, wären die Existenz des Nord-Ostsee-Kanals und damit auch zahlreiche Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein bedroht“, so sagte Kullik abschließend.

Quelle: Kreis Steinburg

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