Energiewechsel

Reinfeld: Federviecher – mitohne Punkte

Pressemeldung vom 14. Januar 2013, 10:14 Uhr

Ausstellung 3. – 17. Februar 2013
So.11-12.30 Uhr, Mo. bis Fr. 15-18 Uhr
Alte Schule, Matthias-Claudius-Straße 29, 23858 Reinfeld
Eintritt frei.
Die Künstlerinnen sind an den Ausstellungssonntagen
anwesend und freuen sich auf einen angeregten Austausch.

Eröffnung am Sonntag, 3. Februar 2013, 11 Uhr
durch Hans Peter Lippardt, Bürgervorsteher der Stadt Reinfeld
Musikalischer Rahmen: Daniel Sorour (Cello), Reinfeld

Die Ausstellung ist eine Doppelausstellung regionaler Künstlerinnen.

Das Thema der zwei Ausstellungen der Stadt Reinfeld ist 2013: Papier.

Den Auftakt machen Nine Winderlich und Ute Elisabeth Herwig. Die freischaffenden Künstlerinnen Nine Winderlich und Ute Elisabeth Herwig sind seit Jahren kollegial verbunden. Ihre gemeinsamen Künstlerreisen führten sie u.a. nach Kanada, Schottland und Dänemark. Hier erarbeiteten sie sich neue künstlerische Techniken, folgten den Einladungen zu Künstlersymposien und präsentierten in internationalen Ausstellungen gemeinsam ihre aktuellen Arbeitsergebnisse. Für die gemeinsame Ausstellung in der Stadt Reinfeld verbinden die beiden ihre Leidenschaft für gefiederte Wesen augenzwinkernd zu einem Gesamtkunstwerk „Federvieh – mitohne Punkte“. (Herwig/Winderlich)

Die Bildermacherin Nine Winderlich (40) aus Rotenhahn / Bad Segeberg zeigt in ihrer Serie der „FreiFlügler“ die Kraft der Phantasie und die Freiheit des Möglichen. „Wir können fliegen – mit unseren Gedanken, denn mit ihnen sind wir frei“ erklärt sie. „Wir können in jede Richtung denken: Visionen und Ideen entwickeln.“ So gibt es in dieser Ausstellung Kopf-Objekte zu sehen, die ganz normale Namen tragen wie „Otto Klebow“ und „Annabell Panje“. Wir bekommen eine Ahnung der schillernden Facetten und Gedanken dieser Persönlichkeiten: Die bemalten Köpfe verweisen durch ihren gefiederten Schmuck auf eine weitere Dimension. Die Grenze zwischen dem Innen- mit dem Außenraum wird verwischt. Darauf verweisen auch die großen Vögel der Künstlerin, die durch die Luft schweben, ein Spiel mit Gegensätzen und Gewissheiten. Die Inspiration zu der Serie „FreiFlügler“ fand Nine Winderlich 2010 in einem Naturschutzgebiet in Versmold, als sie dort beobachtete, wie einige Vögel ihren Luftraum erkundeten. Hier spürte sie plötzlich die unglaubliche Freiheit, die diese Wesen ausstrahlten. Die Bildermacherin arbeitet mit ihrer eigenen Rezeptur einer Kasein-Tempera – einer Magerquark-Mischung – und Pigmenten auf Papierobjekten. Sie liebt die Natürlichkeit dieser leuchtenden Farben und deren einnehmende Sinnlichkeit.

Ganz den irdischen Elementen verbunden kommen dagegen die kleinen Flitzvögel der Barnitzer Künstlerin Ute Elisabeth Herwig (48) daher. Den ersten dieser gezeichneten Kerlchen kreierte Ute Elisabeth Herwig als Antwort auf die Frage, wie sie sich selbst sähe: „Fröhlich, neugierig, immer in Bewegung – wie ein RUNNY eben!“ antwortete die norddeutsche Künstlerin schmunzelnd und skizzierte mit leichter Hand das erste Exemplar auf eine Serviette. Bald darauf ließ die Zeichnerin dann ihre RUNNYs Sommerblümchen überbringen und schon im folgenden dunkelkalten Winter bekamen die Flitzvögel ihre wärmenden Stiefelchen. Inspiriert von Spaziergängen im Travetal entstand der Walker-RUNNY, woraufhin marathonlaufende Freunde der Künstlerin sich prompt einen eigenen echten Läufer-RUNNY wünschten – ohne Stöcke natürlich! Die Sportlerriege ergänzte U. E. Herwig um den Fahrradfahrer-RUNNY. Von da an bekamen die Herwig’schen RUNNYs richtig Fernweh! Ob auf Autos klebend oder auf eigenen Postkarten – sie reisten jetzt munter um die ganze Welt: Segler- und Ruderer-RUNNYs eroberten die Meere, Flieger-RUNNYs den Himmel – und musizierende RUNNYs neue Klangwelten.
2012 ließ die Zeichnerin die ständig wachsende Schar die zauberhafte Landschaft Schleswig-Holsteins erkunden: die hügelige Endmoränenlandschaft mit der sandigen Geest im Landesinneren und den flachen Marschlanden im Westen, die Küste von Nord- und Ostsee sowie den Kanal, der beide Meere verbindet. Inmitten der Seen, Wälder und Felder genießen die RUNNYs in großformatigen Bildgeschichten hier nach Herzenslust das Leben. So kann man die quirlige RUNNY-Schar auf den großformatigen neuen Bildern bei allerlei sportlichen und kulturellen Unternehmungen beobachten und sich zu eigenen Entdeckungsreisen inspirieren lassen.

Daniel Sorour spielt zur Eröffnung am 3.Februar in der Alten Schule drei Solostücke für Cello. Er ist Grenzgänger zwischen musikalischen Welten. Er geht von der Klassik weiter in Jazz und Rock, sowie in elektronische Musik. In Duos und Trios ist er in Deutschland und weltweit gefragt. Im April geht er mit seinem Pianisten, Clemens Kröger auf eine dreiwöchige Chiletournee.

Quelle: Stadt Reinfeld (Holstein)

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