Energiewechsel

Segeberg: Dichtheitsprüfung der Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke (nach DIN 1986 Teil 30 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke -Instandhaltung“)

Pressemeldung vom 19. August 2015, 12:42 Uhr

Der Kreis Segeberg, Fachdienst Wasser- Boden- Abfall, informiert:

Nachdem die öffentlichen Abwasserkanäle von den Gemeinden auf ihre Dichtheit überprüft wurden sind nun die Privaten am Zuge. Für private Abwasserleitungen in Wasserschutzgebieten läuft die Frist für die Dichtheitsprüfung in diesem Jahr aus. Hiervon betroffen sind Teile von Bad Bramstedt, Teile von Henstedt-Ulzburg, und Teile von Norderstedt sowie Teile der Gemeinde Ellerau.

Diese Frist gilt auch für Gewerbebetriebe, die Abwässer mit einem besonders hohen Gefährdungspotenzial produzieren, unabhängig davon, ob diese innerhalb oder außerhalb eines Wasserschutzgebietes liegen. Für alle anderen Grundstücksentwässerungsanlagen ist der Dichtheitsnachweis bis zum 31.12.2025 zu erbringen.

Undichte Abwasserleitungen können die Ursache für Grundwasser- und Bodenverunreinigungen sein. Dringt Grundwasser in die Abwasserleitung ein, können die Abwassergebühren steigen. Intakte Abwasserleitungen dagegen tragen außerdem zum Werterhalt der Immobilie bei. Aus diesen Gründen sind alle Leitungen und Schächte auf den Privatgrundstücken auf ihre Dichtheit zu prüfen. Von der Dichtheitsprüfung werden alle Anlagen der Grundstücksentwässerung außerhalb eines Gebäudes erfasst. Dazu gehören in erster Linie die Rohrleitungen aber auch die Schächte sowie Öl- und Fettabscheider falls welche vorhanden sind. Die Dichtheitsprüfung muss jeder Grundstückseigentümer selbst bei einer Fachfirma in Auftrag geben.

Nach Auskunft der Fachfirmen hängen die Kosten sehr stark von der Länge, den eventuell vorhandenen Verzweigungen und dem Zustand der Leitungen ab. Man geht durchschnittlich von 30 Euro pro Meter für die fachgerechte Inspektion und Dokumentation aus. Durch Zusammenschlüsse unter Nachbarn lässt sich in der Regel Geld sparen.

Zur Dichtheitsbescheinigung, die die Firma ausstellt, gehören eine Kanalreinigung, das Video der Kamerabefahrung, ein Lageplan der Leitungen und ein Schadensbericht. Diese Unterlagen sind aufzubewahren und auf Verlangen den unteren Wasserbehörden vorzulegen. Mit Kontrollen ist ab Mitte des nächsten Jahres zu rechnen.

Weiterführende Informationen kann man dem Internetauftritt des Kreises Segeberg entnehmen. Dort ist auch die Handhabung der Kreiskarte erläutert, aus dieser kann man ersehen, ob das Grundstück in einem Wasserschutzgebiet liegt. Der Internetauftritt ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.segeberg.de/Suchbegriff: Dichtheitsprüfung

Quelle: Kreis Segeberg

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