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Wedel: Treffpunkt für allein erziehende Frauen

Pressemeldung vom 1. September 2011, 15:13 Uhr

Jeden letzten Mittwoch im Monat, von 20.00-22.00 Uhr, treffen sich alleinerziehende
Mütter in der Familienbildung, Rathausplatz 4, in Wedel zum Austausch.
In entspannter Atmosphäre werden Erfahrungen weitergegeben und Alltägliches oder auch
Problematisches diskutiert.
Die Gruppe wird von der Konflikt- und Kommunikationstrainerin sowie psychologischen
Beraterin Jutta Junghans begleitet und bietet einen festen Zusammenhalt über einen
längeren Zeitraum. Die Gruppengespräche schaffen Entlastung, stärken das Selbstvertrauen
und helfen Unsicherheiten abzubauen.

Fast jede fünfte Familie in Deutschland ist eine Einelternfamilie. Rund 2,2 Millionen Kinder
unter 18 Jahren leben bei einem allein erziehenden Elternteil, zu 90% bei ihren Müttern.
Die Vielfalt der gelebten Familienformen nimmt weiter zu und ist nicht mehr
ungewöhnlich.

Ungewöhnlich sind aber häufig die Belastungen, die allein Erziehende, in der Regel die
Mütter, tragen müssen. Mit der Einführung des neuen Unterhaltsrechts am 01.01.2008
entfällt ein großer Teil des Versorgungsanspruchs für den bis dahin nicht oder nur
geringfügig beschäftigten Elternteil. Verschärft wird die Situation noch einmal durch eine
aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Danach müssen allein Erziehende ab einem
Kindesalter von drei Jahren eine Vollzeiterwerbstätigkeit aufnehmen BGH (Az.: XII ZR
94/09). Und das, obwohl das Angebot an flächendeckenden, flexiblen und qualitativ
hochwertigen Kinderbetreuungsmöglichkeiten nach wie vor zu gering ist und eine
Ganztagsbetreuung stark von der Persönlichkeit des Kindes und der Stabilität der
Familienverhältnisse abhängt. Eine Verpflichtung zur gleichberechtigten
Betreuungsleistung der Kinder, wonach auch der zweite Elternteil das Kind zur Schule oder
in die Kindertagesstätte bringt, Arztbesuche erledigt, Hausaufgaben betreut, Gespräche
mit dem Kind führt und den Haushalt versorgt, gibt es nicht.
Wenn eine Verpflichtung zur Vollzeiterwerbstätigkeit für den betreuenden Elternteil
besteht, muss auch die Dreifachbelastung Beruf, Kind und Haushalt auf beide Elternteile
verteilt werden.
Darüber hinaus sind die beruflichen Möglichkeiten trotz erster Anzeichen einer
Entspannung des Arbeitsmarktes bei angemessener Bezahlung unbefriedigend. So stehen
diese Familien häufig vor großen Herausforderungen ihren Alltag neu zu organisieren, ihre
materielle Existenz zu sichern und dabei ihre Kinder angemessen zu begleiten.

Das Angebot ist eine Kooperation der Familienbildung Wedel und der
Gleichstellungsbeauftragten.
Es ist eine offene, kostenlose Gruppe, d.h. es ist keine Anmeldung erforderlich und der
Einstieg ist jederzeit möglich.

Quelle: Stadtverwaltung Wedel

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